Gestern war ich mit Freunden ein paar Stunden in einem mir unbekannten Wald spazieren. Wir suchten spielerisch abseits der Wege nach Pilzen, fanden Blaubeeren und Brombeeren und auch ein paar Pilze, die wir letztendlich im Wald ließen. Da wir uns die meiste Zeit einen guten Weg durch das Unterholz des lichten Mischwaldes bahnten, nach Pilzen Ausschau hielten und uns einander auch nicht im Dickicht verlieren wollten, waren wir mit all unseren Sinnen sehr bei der Sache. Irgendwann hatte ich das Gefühl, aus der Zeit gefallen zu sein. Wir entdeckten lustige kleine grasbewachsene Hügelchen, die mich an die Graugnome von Ronja Räubertochter erinnerten und tauchten in den Zauber des Augenblicks ein. Zu guter Letzt fanden wir noch sehr farbenfrohe Pilze.

Und so kamen wir immer mehr zu uns selbst und traten tief mit uns selbst verbunden den Heimweg an.

Wie sonst im Leben: Wenn wir vorgegebene Wege verlassen und eigene Wege finden, unseren Sinnen viel zum Erleben und Erkunden schenken, kommen wir wieder in der Verbindung bei uns selbst an.

Pilz20823 - Praxis Nina Preißler